Finisher Stories: 5 Fragen an Katja

"Die goldene Badekappe verpflichtet!" - so sieht das unsere neue Finisherin Katja. Sie traf bei Ihrer letzten Disziplin, dem USee Schwimmen ein Pärchen, dass sich nicht die unterschiedlichen Farben Ihrer Badekappen erklären konnte. Da hat Sie natürlich direkt mal geholfen und vielleicht sogar einen neuen Deutschland Klassiker Teilnehmer überzeugt…

Was hat dich dazu motiviert, den Deutschland Klassiker zu absolvieren?

Als ich 2018 mit meinem Mann in Schweden bei der Vätternrundan gestartet bin, habe ich die vielen strahlenden Schweden mit ihren gerahmten Klassiker Diplomen gesehen und erfragt um welche besondere Auszeichnung es sich dabei handelt. Für einen kurzen Moment kam der Wunsch auf, es den Schweden gleich zu tun. Nach dem Blick auf die Landkarte und dem doch etwas zu großen Aufwand, den man betreiben müsste um 4 mal innerhalb von 12 Monaten nach Schweden zu reisen, habe ich diese Idee jedoch wieder verworfen. Als ich dann davon hörte, dass es dieses Format jetzt auch in Deutschland gibt, stand sehr schnell fest, dass ich dabei bin!

Was war deine härteste Disziplin? Was deine liebste?

Die härteste Disziplin für mich als Nordlicht war das Skifahren. Es war die für mich am schlechtesten vorzubereitende Sportart mit ganz viel Mut zur Lücke. Eigentlich bestand die Vorbereitung aus Ausdauertraining (Laufen, Radfahren, Schwimmen), etwas Stabi und ganz viel Zuversicht ;-)

Richtig gefreut habe ich mich auf die MSR, die eh schon auf dem Plan stand, da das Rennen in meiner Heimat stattfindet und ein Start dort längst überfällig war. Besonders schön für mich war, dass meine Eltern an die Strecke gekommen sind, mich kräftig angefeuert haben und mein Mann mich im Ziel empfangen und gefeiert hat.

Was war das Besondere am Deutschland Klassiker?

Triathlon + Skifahren ... aber irgendwie schöner, weil man diese 4 Sportarten auf ein ganzes Jahr verteilt, eigentlich immer ein Highlight ansteht auf das man sich vorbereiten muss und man trotzdem ganz entspannt an die Sache herangehen kann. Schön fand ich den Gedanken, keine bestimmte Endzeit im Blick zu haben und nur das Erreichen des Zieles in den Vordergrund zu rücken. Einfach nur Schaffen und maximalen Spaß haben!!!

Welche (Trainings-)Tipps kannst du anderen Teilnehmern mit auf den Weg geben?

Allgemeine Ausdauer ist bei allen Disziplinen die Grundlage. Dies ist also das ganze Jahr über wichtig. Ich habe lediglich zu den anstehenden Wettkämpfen das Training für die jeweilige Sportart intensiviert, den Rest aber immer beibehalten. Das ist sicher als Triathletin auch etwas einfacher, aber wenn man das ganze Jahr über regelmäßig läuft, schwimmt und Rad fährt, fällt der Umstieg auf die nächste Disziplin wirklich leicht. In 12 Wochen von 0km auf Marathon halte ich für wenig sinnvoll! Stabitraining (egal in welcher Form, Hauptsache "machen"!) würde ich 2x pro Woche als zusätzliche Verletzungsprophylaxe empfehlen. Für alle, die nicht im Schnee zu Hause sind, würde ich ein kleines Warmup auf Ski empfehlen. Da habe ich doch sehr deutlich gespürt, dass ich zu lange nicht auf Langlaufski gestanden habe und die 50km nur mit Willen und wenig Technik absolvieren musste. Also wenn's Spaß machen soll, vorher ein paar Tage in der Loipe verbringen und vielleicht den einen oder anderen Techniktipp holen!

Hattest du ein besonderes Erlebnis auf Grund der goldenen Badekappen beim USee Schwimmen?

Schön, dass man sehen konnte, wer noch alles dabei ist und wie viele sich mittlerweile dieser Herausforderung stellen. Ein Pärchen konnte sich vor dem Start die unterschiedlichen Farben ihrer Badekappen nicht erklären und als ich ihnen davon erzählte, bekamen sie große Augen. Da einer der beiden wohl versehentlich mit einer goldenen Badekappe ausgestattet wurde, sagte ich ihnen, dass sie sich nach dem Schwimmen direkt auf den Marathon vorbereiten können und sich am Besten gleich beim Stand "Deutschland Klassiker" über diese Serie informieren sollen. Die goldene Badekappe verpflichtet! Ich werde sie auf jeden Fall mit Stolz beim Training tragen!

Ich werde den „Deutschland Klassiker“ auf jeden Fall Ausdauersportlern empfehlen und versuchen die Angst vor der einen Disziplin zu nehmen, die fast jeder Sportler vor einer der vier Sportarten hat. Die Meisten schrecken nämlich davor zurück, sich auf unbekanntes Terrain zu begeben und dann auch noch einen Wettkampf zu bestreiten. Da man sich aber nicht mit den Spezialisten messen sollte, sondern einfach mal seine Komfortzone verlassen muss, sollte diese Bedenken auszuräumen sein.

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