Finisher Stories: 3 Fragen an Angelika

Nur noch 6 Wochen bis zur Mecklenburger Seen Runde! Wir freuen uns schon sehr! Letzte Woche haben wir euch Monica vorgestellt, die bei der MSR als eine der ersten beiden Frauen finishen wird. Die nächste Finisherin ist Angelika, die den Deutschland Klassiker zusammen mit ihrem Mann absolviert. Im Interview erzählt sie über ihre persönliche Deutschland Klassiker Geschichte.

Angelika, was hat dich dazu bewegt, am Deutschland Klassiker teilzunehmen?

Die Idee, am Deutschland Klassiker teilzunehmen, kam von meinem Mann. Er hat von Detlef Köpke davon gehört und fragte so ganz nebenbei, ob das nicht auch etwas für uns wäre. Ich war sofort davon begeistert: Zum einen war es eine neue, sehr anspruchsvolle Herausforderung, und zum anderen fand ich es einfach toll, mich gemeinsam mit meinem Mann auf diese Herausforderung vorzubereiten. Er ist Radfahrer, ich bin Läuferin - da trainiert jeder für sich alleine. Auf diesen Wettbewerb konnten wir uns aber gemeinsam vorbereiten und uns gegenseitig motivieren. Besonders reizvoll waren für mich auch die enorme Ausdauerleistung und die Vielseitigkeit der Disziplinen.

 

Wie bereitest du dich auf die Wettkämpfe vor?

Mein erster Wettkampf war das USee-Schwimmen, meine „Angstdisziplin“. Dafür bin ich dreimal die Woche bei Wind und Wetter im Neopren ins Wasser gesprungen. An manchen Tagen musste ich mich wirklich überwinden, aber ich wusste, dass ich nur sicher im Wasser werde, wenn ich regelmäßig schwimme. Zusätzlich begann ich mit der Marathonvorbereitung, die ich nach dem USee-Schwimmen auf 5-6 Mal die Woche intensivierte. Während ich mir bei allen anderen drei Disziplinen keine Zeit vorgenommen hatte, war es beim Marathon anders, da das meine „Paradedisziplin“ ist. Nach dem Frankfurt Marathon war erstmal Erholung und Ratlosigkeit angesagt. Schnee lag bei uns nicht, sodass es mit dem Skitraining nicht gut aussah. Es war dann so, dass ich mit einem Gummiband an der Treppe dreimal wöchentlich Arme und Schulterbereich stärkte und weiterhin laufen ging, um für die nötige Kondition zu sorgen. Während ich ca. drei Wochen vor dem König-Ludwig-Lauf noch einmal auf meinen Langläufern stand, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, stand mein Mann das erste Mal nach 20 Jahren fünf Minuten vor dem Start wieder auf Langlaufski. Umso glücklicher waren wir, als wir es dann beide geschafft hatten! Jetzt befinde ich mich in der Vorbereitung auf die MSR, die wahrscheinlich härteste Herausforderung. Dreimal Radtraining, bisher Umfänge von 60-80 Kilometern, sind ein Muss. Nach und nach werde ich die Umfänge natürlich erhöhen. Mein Mann und ich häufig zusammen, aber auch Freunde und Trainingspartner aus meinem Laufverein unterstützen mich. Ich persönlich brauche dieses gemeinsame Training und genieße es auch.

 

Wie war es für dich, den Deutschland Klassiker gemeinsam mit deinem Mann zu absolvieren?

Mein Mann hat den Deutschland Klassiker schon geschafft. Für mich steht die letzte Disziplin an, bei der er mich begleiten wird. In den letzten 12 Monaten haben wir so viele gemeinsame Trainingseinheiten wie in den 11 Jahren unserer Ehe zusammen absolviert. Das war wirklich toll. Jeder hat eigentlich noch mehr Respekt vor der „Lieblingsdisziplin“ des anderen bekommen. Ich war und bin immer noch wahnsinnig stolz auf die Marathonleistung meines Mannes und er freut sich noch heute, dass ich das Schwimmen „überlebt“ habe und hofft natürlich, dass ich die 300 Kilometer Rad nicht nur mit Anstrengung, sondern auch mit Freude absolviere und ihn auch danach vielleicht ab und zu mit dem Rad begleite.

 

 

« zurück zur Übersicht

Nach oben