Finisher Stories: 3 Fragen an Claudia

Beim USee Schwimmen durften wir 10 neue Finisher küren. Eine davon war Claudia, die uns im Interview ihre persönliche Deutschland Klassiker Story erzählt hat.

Claudia, was hat dich dazu inspiriert, am Deutschland Klassiker teilzunehmen?

2015 haben wir Jens - den Initiator des Deutschland Klassikers - beim Vasaloppet in Schweden kennengelernt. Der Vasaloppet ist Bestandteil des Svensk Klassiker, an dem Jens teilgenommen hat. Ich fand die Idee sehr faszinierend, aber vier Wettbewerbe von diesem Format und dann auch noch in Schweden, kamen für mich nicht infrage. Dann gab es seit 2017 den Deutschland Klassiker und ich kam ins Überlegen, ob ich so etwas nicht auch schaffen könnte. Laufen könnte funktionieren, Skilanglauf auf jeden Fall, 300 km Radfahren eventuell und Schwimmen eigentlich gar nicht, aber das wollte ich eigentlich immer schon mal lernen.

Wie hast du dich auf die einzelnen Wettbewerbe vorbereiten?

Ich habe mit der Marathonvorbereitung angefangen. Als ich das Gefühl hatte, die Vorbereitung läuft gut an, habe ich mich zum Deutschland Klassiker angemeldet. Der Frankfurt Marathon lief zwar nicht so, wie erhofft, da ich kurz vorher noch krank geworden bin. Die Vorbereitung war dennoch so gut, dass ich zwar langsam, aber relativ entspannt angekommen bin und es auch genießen konnte.

Sofort danach habe ich mich zum König Ludwig Skilauf und die Mecklenburger Seenrunde angemeldet. Ich habe eine Rolle geschenkt und ein Rennrad geliehen bekommen. Unter der Woche habe ich auf der Rolle und am Wochenende auf Rollskiern trainiert. Ende Januar bin ich dann den Marcialonga - den größten Skimarathon Italiens - als Langlaufvorbereitung gelaufen. Die Woche darauf war dann der König Ludwig Lauf. In Oberammergau stand das Wochenende komplett im Zeichen des König Ludwig Laufs. Es hat riesigen Spaß gemacht und ich war mit dem Skimarathon zufrieden. Skilanglauf ist einfach eine geniale Sportart!

Dann ging es mit dem Mountainbike auf die Kölner Straßen und Waldwege. Als das Wetter Ende März besser wurde, ging es zum ersten Mal mit dem Rennrad auf die Straße. Es kamen die ersten RTFs und ab da hat mich mein Mann begleitet und es hat mir unglaublich geholfen, nicht mehr alleine fahren zu müssen. Wir haben bis zur Mecklenburger Seenrunde jedes Wochenende und jeden Feiertag genutzt, um eine RTF nicht unter 100 km zu fahren. Dabei kommt man ordentlich rum und sieht viel von seiner Heimat. Dann stand das Mecklenburger Seenrunde-Wochenende an. Mein Mann hat sich kurzfristig noch angemeldet - das war für mich vom Kopf her schon mal die halbe Miete. Start um 4:35 in den Sonnenaufgang, ein Traum. Landschaftlich unglaublich schön, an den Verpflegungsstationen nur freundliche, hilfsbereite Menschen. Top Verpflegung und überall aufmunternde Worte. 300 km hatten ihre Höhen und Tiefen, sind jedoch bei guter Vorbereitung auch gut zu meistern. Es war ein tolles Wochenende.

Vor dem Schwimmen hatte ich den größten Respekt, das ist eigentlich so gar nicht meins. Schwimmen ist für mich mal kurz abkühlen im See, schön mit Kopf über Wasser und schnell wieder raus. So schafft man keine 3,3 km. Also Schwimmkurs. Seit Januar bin ich in einem Kraul-Schwimmkurs und seit April in einen Kraul-Technik-Kurs. Ende Juni war ich das erste Mal im Freiwasser und wurde dabei von meinem Mann begleitet. Ich war so langsam - er musste dann ein bisschen vor- und zurückschwimmen, sonst wäre er erfroren. An dem Workshop, welcher vom USee Schwimmen über "Gipfelkurs" angeboten wurde, habe ich auch teilgenommen. Der Kurs ist wirklich empfehlenswert und hat Spaß gemacht! Selbst das Schwimmen macht mir nun Spaß und ich hätte nie gedacht, dass ich mal Kraulen könnte.

Was ist die besondere Herausforderung des Deutschland Klassikers?

Durch den Deutschland Klassiker versucht man sich auch mal an Disziplinen, an die man sich sonst nicht unbedingt trauen würde. Mein Fazit an alle, die Interesse haben: traut euch, mit der richtigen Vorbereitung schafft ihr es auch und es macht unglaublich viel Spaß!

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